Impulse · Mini-Gewohnheiten · 2 Min.
Erfolg hat drei Buchstaben
Die Motivation kommt mit dem Tun, nicht davor.
Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.
Das Zitat wird gern Goethe zugeschrieben. Selbst wenn es nur irgendein Bauer vom Land gesagt hat, er hatte vollkommen recht.
Immer mehr komme ich dahinter, was mir bisher im Weg stand: ich selbst, und meine fehlende Motivation, etwas zu tun. Es einfach zu tun.
Bei mir lag das daran, dass ich noch nicht die richtige Methode gefunden hatte. Ich habe mich schlecht gefühlt, wenn ich viel zu hoch gesteckte Ziele nicht erreicht oder vorzeitig abgebrochen habe, und dachte, ich sei nicht gut genug oder hätte keine Selbstdisziplin. Alles Quatsch. Auf die Methode kommt es an.
Motivation kommt vom Tun
Ich dachte immer, ich müsse mich nur motivieren. Also habe ich tausend Sprüche gelesen und inspirierende Videos geschaut, statt die Zeit einfach zu nutzen, um etwas zu tun, das mich weiterbringt: Songs schreiben, Instrumente lernen, Liegestütze machen, einen Text schreiben. (Warte mal, das mache ich ja gerade.)
Inzwischen weiß ich: Die Motivation kommt mit der Aktion, ganz von allein. Will ich mich motivieren, muss ich einfach etwas tun, egal was. Durch die Tätigkeit will ich mehr davon.
Tue ich etwas Positives regelmäßig, täglich und ohne Ausnahme, wird irgendwann eine Gewohnheit daraus. Dann mache ich es ohne inneren Widerstand und fühle mich sogar gut dabei.
Mein Tipp: Mach es klein
Such dir eine bis vier Gewohnheiten oder Veränderungen aus, die dir wichtig sind und die du schon immer mal angehen wolltest. Und mach daraus eine Mini-Gewohnheit:
- 100 Situps werden zu 1 Situp pro Tag
- Ein Buch schreiben wird zu 50 Wörtern pro Tag
- Einen Song schreiben wird zu einem Takt pro Tag
- Alle 12 Dur-Tonleitern auf dem Klavier wird zu einer Tonleiter pro Tag
- Besser singen wird zu einem Lied pro Tag, das du lauthals und ohne Rücksicht auf falsche Töne mitsingst
- Gesünder essen wird zu einem Apfel pro Tag
- Eine Fremdsprache lernen wird zu einer Vokabel pro Tag
Dann machst du diese Mini-Gewohnheit jeden Tag. Ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, aber es funktioniert wirklich.
Warum das klappt
Wer den ersten Schritt gegangen ist, macht meistens auch den nächsten, weil er merkt, wie leicht es ist. Das Gehirn hat keinen Einwand, weil die Anforderung so klein ist, dass sie keine Gefahr darstellt.
Die Bonusrunden, die du dann machst, sind jedes Mal wieder machbar. Hast du eine Kniebeuge geschafft und es lief locker, kannst du natürlich noch zehn weitere machen. Aber auch das besser in kleinen Abschnitten, damit dein Gehirn dem Fortschritt nicht im Weg steht.
Halte deinen Erfolg schriftlich fest, auf einem Kalender zum Abhaken oder in einer Habit-App. So weißt du immer, ob du es heute schon getan hast.
Probier es eine Woche lang mit nur einer einzigen Mini-Gewohnheit aus. Und dann erzähl mir, wie es war.
Und jetzt: ein kleiner Schritt. Heute. Jetzt.